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Grauer Peugeot Partner mit eingeschlagener Heckscheibe und beschädigter Heckklappe

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Polizei rufen nach dem Unfall: Wann es Pflicht ist.

Muss ich nach jedem Unfall die Polizei rufen? Nein – aber in vielen Fällen sollten Sie es unbedingt tun. Hier erfahren Sie, wann die Polizei kommen muss, wann sie sinnvoll ist und was Sie den Beamten sagen sollten.

Polizei   ·   Unfallaufnahme   ·   § 34 StVO   ·   Personenschaden   ·   Fahrerflucht   ·   Aussage   ·   Unfallbericht   ·   Beweise   ·   

§ 34

Rechtslage

Eine generelle Pflicht gibt es nicht – Pflichten schon.

Nach einem Unfall müssen Sie anhalten, die Unfallstelle sichern, sich um Verletzte kümmern und den anderen Beteiligten die Feststellungen ermöglichen, also auf Verlangen Namen und Anschrift angeben (§ 34 StVO). Die Polizei zu rufen, schreibt das Gesetz aber nicht bei jedem Unfall vor.

Wer sich unerlaubt vom Unfallort entfernt, macht sich strafbar (§ 142 StGB). Ist der andere Beteiligte nicht vor Ort – etwa beim Rempler mit einem geparkten Auto –, müssen Sie angemessen warten und sich danach unverzüglich melden, zum Beispiel bei der Polizei. Ein Zettel am Scheibenwischer genügt nicht.

Fahrerflucht: Was Geschädigte tun sollten →

Wann Sie die Polizei rufen sollten

In diesen Fällen führt kein Weg an der 110 vorbei:

01

Verletzte

Personenschaden

Sobald jemand verletzt ist – auch scheinbar leicht. Manche Verletzungen zeigen sich erst später.

02

Flucht

Unfallgegner fährt weiter

Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort ist eine Straftat. Notieren Sie Kennzeichen, Fahrzeug und Fahrtrichtung.

03

Verdacht

Alkohol, Drogen, keine Papiere

Nur die Polizei kann Atemalkohol prüfen und die Identität feststellen.

Sinnvoll

Wann die Polizei zusätzlich hilft

Auch ohne Pflicht kann eine polizeiliche Unfallaufnahme viel wert sein:

01

Unklare Schuld

Die Beamten sichern Spuren und nehmen Zeugenaussagen auf.

02

Hoher Schaden

Bei größeren Schäden ist eine neutrale Dokumentation besonders wertvoll.

03

Unkooperativer Gegner

Wer keine Daten herausgeben will, muss sie gegenüber der Polizei angeben.

04

Firmen- oder Leasingwagen

Arbeitgeber und Leasinggeber verlangen häufig eine polizeiliche Aufnahme.

05

Ausländisches Kennzeichen

Die Polizei hilft, Fahrer und Versicherung sicher festzustellen.

06

Wildunfall

Polizei oder Jäger stellen die Bescheinigung für die Teilkasko aus.

Was die Polizei aufnimmt – und was nicht

Die Beamten sichern die Unfallstelle und dokumentieren Personalien, Führerschein- und Versicherungsdaten, die Aussagen der Beteiligten und Zeugen sowie Spuren, Verkehrszeichen und Straßenverhältnisse.

Über die Schuld entscheidet die Polizei nicht – sie hält Fakten fest. Ein eventuelles Verwarnungsgeld ist kein Schuldspruch für die Haftungsfrage. Die Unfallakte kann Ihr Anwalt später einsehen (§ 406e StPO); sie ist ein starkes Beweismittel bei der Regulierung.

Unfallhergang beweisen →

Heckschaden mit zerstörter Rückleuchte und eingedrückter Seitenwand

Heckschaden mit zerstörter Rückleuchte: Fotos und Spuren helfen bei der Klärung des Hergangs.

Was Sie der Polizei sagen – und was nicht

Schildern Sie den Hergang sachlich und knapp – nur das, was Sie selbst gesehen haben. Vermeiden Sie Vermutungen und Schuldeingeständnisse wie „Ich habe nicht aufgepasst“: Das Protokoll liest später auch die Versicherung.

Angaben zu Ihrer Person müssen Sie machen. Zur Sache dürfen Sie als Beschuldigter schweigen – im Zweifel erst nach Rücksprache mit einem Anwalt aussagen. Das ist Ihr gutes Recht und wird nicht gegen Sie gewertet.

Unfallbericht richtig ausfüllen →

Streifschaden an Heckstoßfänger und Seitenwand, mit Messlatte vermessen

Streifschaden an Heck und Seitenwand: Lage und Richtung der Schäden geben Hinweise auf den Hergang.

Checkliste: Polizei und Unfall

So handeln Sie richtig:

Ob mit oder ohne Polizei – wir dokumentieren den Fahrzeugschaden beweissicher und unabhängig.

01

Unfallstelle sichern, Verletzte versorgen, 112/110 rufen.

02

Polizei holen bei Verletzten, Flucht, Verdacht oder Streit.

03

Daten austauschen und Unfallbericht ausfüllen.

04

Fotos von Schäden, Endpositionen und Spuren machen.

05

Kein Schuldeingeständnis abgeben.

Das sagen unsere Kunden

Echte Google-Bewertungen von Menschen, die nach einem Unfall ein Gutachten bei uns erstellen ließen.

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Fragen zur Polizei nach dem Unfall

Ihre Frage ist nicht dabei? Rufen Sie uns an – wir helfen Ihnen weiter.

Muss ich nach einem Unfall immer die Polizei rufen?

Nein. Eine generelle Pflicht gibt es nicht. Bei Verletzten, Fahrerflucht, Verdacht auf Alkohol oder fehlenden Papieren sollten Sie sie aber immer rufen.

Brauche ich bei einem kleinen Blechschaden die Polizei?

Nicht zwingend – wenn niemand verletzt ist, beide kooperieren und den Unfallbericht gemeinsam ausfüllen. Dokumentieren Sie den Schaden trotzdem mit Fotos.

Muss ich der Polizei etwas zum Unfall sagen?

Angaben zur Person ja. Zur Sache dürfen Sie als Beschuldigter schweigen.

Wie komme ich an die Unfallakte?

In der Regel über einen Rechtsanwalt, der Akteneinsicht beantragt.

Entscheidet die Polizei, wer schuld ist?

Nein. Sie dokumentiert. Die Haftung klären Versicherung oder Gericht.

Nach der Unfallaufnahme: Schaden dokumentieren.

Rufen Sie an oder schicken Sie Fotos per WhatsApp. Bei einem unverschuldeten Unfall zahlt die gegnerische Versicherung das Gutachten.

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